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<title>Ceng-ceng</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Ceng-ceng</span></h1>
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<p><b>Ceng-ceng</b>, auch <i>cengceng, cèng-cèng</i> oder <i>cheng-cheng, chèng-chèng</i>, sind kleine <a href="Becken_(Musikinstrument)" title="Becken (Musikinstrument)">Becken</a> oder <a href="Zimbel" title="Zimbel">Zimbeln</a> und größere <a href="Paarbecken" title="Paarbecken">Paarbecken</a>, die in einigen <a href="Gamelan" title="Gamelan">Gamelans</a> (klassischen Ensembletypen) in der <a href="Balinesische_Musik" title="Balinesische Musik">balinesischen Musik</a> zur rhythmischen Betonung meist im Zusammenspiel mit den Röhrentrommeln <i><a href="Kendang" title="Kendang">kendang</a></i> eingesetzt werden. Folgende drei Formen werden unterschieden:
</p>
<ul><li>Beim <i>ceng-ceng ricik</i>, auch <i>rincik</i> oder <i>rinchik</i>, sind typischerweise fünf oder sechs kleine Becken mit der Öffnung der Schale nach oben waagrecht und teilweise überlappend auf einem meist als Schildkröte gestalteten hölzernen Korpus montiert. Der Musiker schlägt mit zwei weiteren Becken in seinen Händen darauf. Verwendet werden <i>ceng-ceng ricik</i> hauptsächlich im <i>gamelan gambuh</i> und im <i>gamelan angklung</i>.</li></ul>
<ul><li>Früher waren auf Bali auch zwei getrennt auf einem hohen Sockel befestigte, etwas größere Becken <i>rinchik</i>, auch <i>ceng-ceng angkep</i> oder <i>rincik gedé</i>, gebräuchlich, auf die der Musiker mit zwei weiteren Becken in den Händen schlug. Eine Vorform war das <a href="Java_(Insel)" title="Java (Insel)">javanische</a> <i>kechichèr</i> mit einem einzelnen auf einem Brett befestigten Becken, auf das mit einem anderen Becken geschlagen wurde.</li></ul>
<ul><li><i>Ceng-ceng kopyak</i> sind große gegeneinander geschlagene Paarbecken unter anderem im <i>gamelan balaganjur</i>, das bei zeremoniellen Prozessionen spielt, im <i><a href="Gamelan_Gong_Kebyar" title="Gamelan Gong Kebyar">gamelan gong kebyar</a></i> und in einigen Gamelans in der <a href="Musik_von_Lombok" title="Musik von Lombok">Musik von Lombok</a>.</li></ul>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft_und_Verbreitung">Herkunft und Verbreitung</h2></div>

<p><a href="Bambus" title="Bambus">Bambus</a> ist das in Südostasien am leichtesten verfügbare Material für Musikinstrumente, denn aus einem Bambusrohr kann mit wenig technischem Aufwand ein <a href="Stampfrohr" title="Stampfrohr">Stampfrohr</a>, eine Flöte (<i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i>), eine Maultrommel (<i><a href="Genggong" title="Genggong">genggong</a></i>), eine Röhrenzither (<i><a href="Guntang" title="Guntang">guntang</a></i>), eine <a href="Rassel" title="Rassel">Rassel</a> von bestimmter Tonhöhe (<i><a href="Angklung" title="Angklung">angklung</a></i>) oder ein <a href="Xylophon" title="Xylophon">Xylophon</a> (<i>gambang kayu</i>) angefertigt werden.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Rhythmisch oder melodisch verwendbare Musikinstrumente aus Bambus werden deshalb einer altmalaiischen Kulturschicht vor den zu Beginn des 1. Jahrtausends einsetzenden Einflüssen aus Indien und China zugeordnet.
</p><p>Eine andere kulturelle Qualität gegenüber den in einem feuchten und heißen Klima wenig haltbaren Bambusgegenständen besitzen Musikinstrumente aus <a href="Bronze" title="Bronze">Bronze</a>, die neben ihrem materiellen Wert in Indonesien durch das Material noch eine magische Bedeutung besitzen. Archäologische Fundorte in Nordostthailand wie <a href="Ban_Non_Wat" title="Ban Non Wat">Ban Non Wat</a> und <a href="Ban_Chiang" title="Ban Chiang">Ban Chiang</a> belegen die technischen Fähigkeiten zur Bronzeherstellung in Südostasien ab etwa dem Ende des 2. Jahrtausends v. Chr.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wann die Herstellung von Musikinstrumenten aus Bronze in Indonesien begann, ist unklar. Am buddhistischen <a href="Borobudur" title="Borobudur">Borobudur</a> und am hinduistischen Tempel <a href="Prambanan" title="Prambanan">Prambanan</a> in Zentraljava, die beide im 9. Jahrhundert erbaut wurden, sind auf Wandreliefs zahlreiche Musikinstrumente, aber noch keine <a href="Gong" title="Gong">Gongs</a> erkennbar.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Heimat der die Musik der indonesischen Gamelans prägenden Buckelgongs gilt Südchina, wo verschiedene Gongtypen seit der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends v. Chr. bekannt sind. Wie Funde aus küstennahen Schiffswracks belegen, gelangten durch den maritimen Handel in einer ersten Phase zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert zunächst Flachgongs, <a href="Glocke" title="Glocke">Glocken</a> und Becken aus Bronze von dort in den <a href="Malaiischer_Archipel" title="Malaiischer Archipel">Malaiischen Archipel</a>.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der früheste derartige Fund eines Musikinstruments aus Bronze ist ein einzelnes Becken, das 1998 in einem Schiffswrack östlich von Sumatra zwischen den Inseln <a href="Belitung" title="Belitung">Belitung</a> und <a href="Bangka" title="Bangka">Bangka</a> entdeckt wurde. Das Schiff war wahrscheinlich im Süden der Arabischen Halbinsel (<a href="Jemen" title="Jemen">Jemen</a> oder <a href="Oman" title="Oman">Oman</a>) gebaut worden und ausschließlich mit Waren aus China beladen, als es im 9. Jahrhundert gegen ein Riff unweit des Fundortes lief.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das aus der chinesischen <a href="Tang-Dynastie" title="Tang-Dynastie">Tang-Zeit</a> stammende Becken besitzt einen Durchmesser von 30,5 Zentimetern und ein kleines Loch in der Mitte des Buckels. Becken gehören zu den sehr seltenen Funden in Schiffswracks und da sie, anders als Buckelgongs, aus dünnwandigem Blech bestehen, sind sie meist nur schlecht erhalten.
</p><p>Die älteste Abbildung von kleinen Becken findet sich am Candi Sari in der Region <a href="Yogyakarta" title="Yogyakarta">Yogyakarta</a> in Zentraljava, einem buddhistischen Tempel, der Ende des 8. Jahrhunderts während des <a href="Mataram_(Staat)" title="Mataram (Staat)">Mataram</a>-Königreichs erbaut wurde. Ältere Darstellungen javanischer Musikinstrumente sind nur kleine Bronzeglöckchen in Reliefs an Tempeln auf dem <a href="Dieng-Plateau" title="Dieng-Plateau">Dieng-Plateau</a> aus der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts. Becken in allen Größen und Glocken sind vor allem auf Reliefs am Borobudur und Prambanan abgebildet.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weitere kleine Becken finden sich in einer Szene zusammen mit hantelförmigen Buckelgongs <i><a href="Reyong" title="Reyong">reyong</a></i> auf einem Relief an der 1375 datierten Terrasse des Pavillons (<i>pendopo</i>) des Penataran-Tempels nördlich von <a href="Blitar" title="Blitar">Blitar</a>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während des bis Anfang des 16. Jahrhunderts bestehenden <a href="Majapahit" title="Majapahit">Majapahit</a>-Reichs, der letzten hinduistischen Dynastie in Ostjava, gehörten Becken zusammen mit hängenden und liegenden Buckelgongs sowie Trommeln zu den laut tönenden Ensembles für die Musik im Freien bei Tempelfesten und bei militärischen Anlässen. Auf Java werden Becken heute nur noch vereinzelt eingesetzt,<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dafür sind sie auf Bali als Rhythmusinstrumente von umso größerer Bedeutung. Die im Zuge der islamischen Eroberung Javas nach Bali geflohene Aristokratie der Majapahit-Dynastie übertrug ihre höfische Kultur auf die Nachbarinsel. Von dort berichten die ersten niederländischen Expeditionen in den Jahren 1595 bis 1597 über eine höfische Musik mit Buckelgongs, <a href="Metallophon" title="Metallophon">Metallophonen</a>, Becken und Trommeln.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Die Verwendung von Becken in der Musik der südostasiatischen Inseln beschränkt sich heute im Wesentlichen auf Bali und <a href="Lombok" title="Lombok">Lombok</a>, während Ensembles mit Buckelgongs auf dem Festland und auf den Inseln zwischen <a href="Sumatra" title="Sumatra">Sumatra</a>, <a href="Borneo" title="Borneo">Borneo</a> und dem Süden der <a href="Philippinen" title="Philippinen">Philippinen</a> weit verbreitet sind.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Aufzeichnungen von <a href="Antonio_Pigafetta" title="Antonio Pigafetta">Antonio Pigafetta</a>, Chronist von <a href="Ferdinand_Magellan" title="Ferdinand Magellan">Ferdinand Magellans</a> Erdumsegelung, aus dem Jahr 1521 wird ein Ensemble auf der philippinischen Insel <a href="Cebu" title="Cebu">Cebu</a> beschrieben, das aus einem großen hängenden Buckelgong („aghon“, gemeint <i><a href="Agung" title="Agung">agung</a></i>), zwei weiteren hängenden Buckelgongs, einer Standtrommel und einem in den Händen gehaltenen Paarbecken bestand. Die Gongs waren demnach in „Signio Magno“ (China) hergestellt. Ähnliche Ensembles werden heute in den südlichen Philippinen gespielt, mit dem Unterschied, dass heute kein Paarbecken, sondern die – in einem spanischen Bericht aus dem 17. Jahrhundert erwähnte – Gongreihe <i><a href="Kulintang" title="Kulintang">kulintang</a></i> eingesetzt wird.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den klassischen Ensembles auf dem südostasiatischen Festland haben Becken nach wie vor eine große Bedeutung. In mehreren thailändischen und kambodschanischen Ensembletypen mit Buckelgongs (<i><a href="Khong_(Gong)" title="Khong (Gong)">khong</a></i>) geben die Handzimbeln <i>ching</i> und <i>chap</i> die metrische Struktur vor. Dieselbe Funktion erfüllen in der <a href="Myanmar#Musik" title="Myanmar">burmesischen Musik</a> die großen Paarbecken <i>yagwin</i> und die kleinen Zimbeln <i>si</i>. In <a href="Vietnam" title="Vietnam">Vietnam</a> werden Buckelgongs und Flachgongs verwendet, zusammen mit großen Becken <i>chập chõa</i> und Handzimbeln <i>bạt</i>. In <a href="Malaysia" title="Malaysia">Malaysia</a> kommt ein <i>kesi</i> genanntes Set aus Becken vor, das dem balinesischen <i>ceng-ceng ricik</i> ähnelt und in der Begleitmusik von Tanztheatern eingesetzt wird.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwei oder vier Becken mit einem halbrunden Buckel und einem breiten flachen Rand sind auf einem liegenden Brett angebracht und werden vom Musiker mit zwei weiteren Becken in seinen Händen geschlagen. Es entstehen metallisch klingende, aber durch den direkten Kontakt mit dem Brett gedämpfte Töne.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a> (1923) nahm an, Becken seien im Malaiischen Archipel gänzlich unbekannt.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er übersah die Musiktraditionen von Java und Bali sowie den Eintrag in B. F. Matthes’ <i>Makassaarsch-Hollandsch woordenboek</i> von 1859, worin es zum Stichwort „kanjtjing“ heißt: „fürstliche <i>pabôñgka sêtañg</i> bestehend aus zwei kleinen Becken, die gegeneinandergeschlagen werden“.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Makassar-Sprache" title="Makassar-Sprache">Makassar</a> wird im Süden der Insel <a href="Sulawesi" title="Sulawesi">Sulawesi</a> gesprochen. Von dort weiß das Wörterbuch zu berichten, dass „Teufelsaustreiber“ mit gewissen Hilfsmitteln („pabôñgka sêtañg“), das heißt mit Handzimbeln, bei Krankheiten, Geburten, Beschneidungen und Hochzeiten böse Geister fernhielten. Handzimbeln von Anfang des 20. Jahrhunderts aus dieser Region haben einen Durchmesser von neun Zentimetern.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Handzimbeln in Südsulawesi wurden damals vermutlich aus Java eingeführt, ebenso wie die gelegentlich zusammen mit dem Gongspiel <i><a href="Meko_(Gong)" title="Meko (Gong)">meko</a></i> auf der Insel <a href="Roti_(Insel)" title="Roti (Insel)">Roti</a> verwendeten Paarbecken <i>bitala</i>. Heute werden kleine Becken in Sulawesi (<i>kancing</i> oder <i>sia-sia</i>) für Ritualtänze und in der Unterhaltungsmusik gespielt. Auf den zur Provinz <a href="Maluku_Utara" title="Maluku Utara">Maluku Utara</a> gehörenden Inseln werden Paarbecken (<i>dabi-dabi</i> oder <i>cik</i>) lokal hergestellt. Zusammen mit Gongs verwenden einige Gruppen der <a href="Batak" title="Batak">Batak</a> in der Provinz <a href="Sumatra_Utara" title="Sumatra Utara">Sumatra Utara</a> Paarbecken in unterschiedlichen Besetzungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wortumfeld">Wortumfeld</h2></div>
<p>Die Wortdoppelung <i>ceng-ceng</i> ist keine der aus dem Indonesischen bekannten Pluralbildungen, da das Wort im Balinesischen nur in dieser Form (für Singular und Plural) vorkommt. <i>Ceng</i> ist eine lautmalerische Silbe ähnlich indonesisch <i>cing</i> („kling!“, wie eine Münze, die auf einen Stein fällt). <i>Cing</i> heißen auch kleine <a href="Zimbel" title="Zimbel">Fingerzimbeln</a>, die von der thailändischen Minderheit auf der <a href="Malaiische_Halbinsel" title="Malaiische Halbinsel">Malaiischen Halbinsel</a> in der traditionellen Festmusik verwendet werden.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Lautähnliche Wörter im selben Bedeutungsumfeld sind chinesisch <i><a href="Zhong_(Glocke)" title="Zhong (Glocke)">zhong</a></i> (<i>cheng</i>, bezeichnet seit vorchristlicher Zeit eine klöppellose <a href="Glocke#Zhong" title="Glocke">Glocke</a>),<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Uighurische_Sprache" class="mw-redirect" title="Uighurische Sprache">uighurisch</a> <i>jang</i> für eine Tierglocke, ebenso <a href="Usbekische_Sprache" title="Usbekische Sprache">usbekisch</a> <i>jang</i> oder <i>chang</i>, <a href="Kaschgaische_Sprache" title="Kaschgaische Sprache">kaschgaisch</a> <i>jendsch</i> und hiervon abgeleitet <a href="T%C3%BCrkische_Sprache" title="Türkische Sprache">türkisch</a> <i>çan</i> für eine große (geschmiedete) Tierglocke. Kleinere (gegossene) Glocken und Fingerzimbeln werden im Türkischen <i><a href="Zil_(Instrument)" title="Zil (Instrument)">zil</a></i> genannt. Im 11. Jahrhundert hießen türkische Fingerzimbeln <i>çenğ</i>. Dieses Wort kommt bis heute als Sonderfall <i>çeng-i harbî</i> für militärische Becken vor.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das vorder- und zentralasiatische Wortumfeld für Glöckchen und Zimbeln ist <i><a href="Zang_(Glocke)" title="Zang (Glocke)">zang</a></i>.
</p><p>In Indien werden Paarbecken und Zimbeln in zahlreichen Varianten in der Volksmusik und religiösen Musik verwendet. Regional sind in Ostindien Paarbecken als <i>jhanj</i> oder <i>jhanjh</i> bekannt. Andere Grundwörter für Becken in Südasien sind von <a href="Sanskrit" title="Sanskrit">Sanskrit</a> <i>jhilli</i> („Becken“) abgeleitet <a href="Tibetische_Sprache" title="Tibetische Sprache">tibetisch</a> <i>sil</i> oder <i>sil-sil</i> und in indischen Sprachen am weitesten verbreitet <i>tal/tala/talam</i> (etwa <i><a href="Bartal" title="Bartal">bartal</a></i> für große Paarbecken in Nordostindien und <i><a href="Elathalam" title="Elathalam">elathalam</a></i> für kleine Paarbecken in Südindien). <i>Tala</i> gehört zu den Sanskritbezeichnungen für Musikinstrumente, die in der Literatur der hindu-javanischen Reiche im 1. Jahrtausend erwähnt werden und die in Indonesien heute verschwunden oder selten geworden sind (wie <i><a href="Bansuri" title="Bansuri">bangsi</a></i> statt heute <i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i> für „Flöte“) oder eine andere Bedeutung angenommen haben (wie <i>bheri</i>, früher eine Trommel, heute ein Buckelgong auf Bali).<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Spezifizierung <i>ricik</i> oder veraltet <i>rinchik</i> (<i>richik</i>) bedeutet allgemein in <a href="Malaiische_Sprache" title="Malaiische Sprache">malaiischen Sprachen</a> „etwas Kleines“, „ein kleines Stückchen“. Hierzu gehört indonesisch <i>rincih</i>, „Teilchen, Stückchen“. <i>Ricik</i> heißen auf Bali auch <a href="Rassel" title="Rassel">Gefäßrasseln</a> aus Kokosnuss, die in einem dörflichen Gamelan anstelle der <i>ceng-ceng</i> verwendet werden. In Westjava bezeichnet <i>kacapi rincik</i> eine kleinere und höher klingende Variante der sundanesischen Brettzither <i><a href="Kacapi" title="Kacapi">kacapi</a></i>. Dort steht <i>rincik</i> auch für eine hoch tönende Version der Buckelgongreihe <i><a href="Bonang" title="Bonang">bonang</a></i>, die im <i>gamelan saléndro</i> eingesetzt wird und dem zentraljavanischen <i>bonang panerus</i> entspricht.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauform">Bauform</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ceng-ceng_ricik">Ceng-ceng ricik</h3></div>



<p>Die kleinen Becken <i>ceng-ceng ricik</i> sind auf einem Holzsockel montiert. Üblicherweise wird der Holzblock in der Form einer Schildkröte mit einem vorgestreckten stilisierten Kopf und an den Seiten eingekerbten Füßen gestaltet. Auf dem flachen Rücken der Schildkröte liegen vier, häufiger fünf oder sechs kleine Becken mit einem flachen Rand und der Öffnung der halbrunden Schale nach oben eng nebeneinander, sodass sich die Ränder teilweise überlappen. Die Becken, deren Durchmesser bis zu 12 Zentimeter betragen, werden mit einer durch ein Loch in der Mitte gesteckten Schraube lose in ihrer Position fixiert. Der Musiker schlägt mit zwei weiteren Becken gleicher Größe in den Händen abwechselnd oder gleichzeitig von oben auf die Beckengruppe und produziert hell klirrende Tonfolgen.
</p><p><a href="Jaap_Kunst" title="Jaap Kunst">Jaap Kunst</a> beobachtete in den 1920er Jahren auf Java einen damals seltenen Vorläufer dieses Perkussionsinstruments, bei dem ein einzelnes Becken auf einem Brett befestigt war und mit einem zweiten Becken in der Hand von oben geschlagen wurde. Er gibt hierfür die javanischen Namen <i>kechèr, kechichèr</i> und in Ostjava <i>kenchèr</i> an. In manchen Fällen waren zwei Becken nebeneinander auf einem Brett angebracht.
</p><p>In diesem Zusammenhang verweist Jaap Kunst noch auf ein ungewöhnliches, ansonsten nirgendwo erwähntes Melodieinstrument namens <i>cheluring</i> (<i>celuring</i>) im <a href="Kraton" title="Kraton">Kraton</a> von <a href="Yogyakarta_(Stadt)" title="Yogyakarta (Stadt)">Yogyakarta</a>, das aus einer Reihe von Bronzetassen bestand, die mit einem Stab durch ein Loch in der Bodenmitte auf einem langrechteckigen Resonanzkasten befestigt waren. Die Befestigungsart und das Schwingungsmaximum der Tassen an den Rändern sind strukturelle Gemeinsamkeiten mit den <i>ceng-ceng ricik</i>. Eine weitere Parallele zu den Becken ist, dass gemäß Reliefs am Borobudur und am Prambanan die Tassen in der hindu-javanischen Periode von den Musikern wie Paarbecken mit den Händen zusammengeschlagen wurden.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rincik_gedé"><span id="Rincik_ged.C3.A9"></span>Rincik gedé</h3></div>
<p>Eine heute ebenfalls weitgehend verschwundene Weiterentwicklung des javanischen <i>kechichèr</i> sind auf Bali zwei gegenüber dem <i>ceng-ceng ricik</i> etwas größere Becken, die nebeneinander auf einem Holzsockel montiert waren und die der Musiker mit einem Becken in jeder Hand schlug. <a href="Colin_McPhee" title="Colin McPhee">Colin McPhee</a> (1966) zeigt ein Foto aus dem 1930er Jahren mit einem <i>rincik gedé</i>, auch <i>ceng-ceng angkep</i> oder <i>rinchik</i>, bei dem auf einem rechteckigen, mit Blattformen beschnitzten Holzblock zwei gedrechselte Säulen senkrecht herausragen, auf deren Enden kleine Becken liegen, die der Musiker mit Becken abwechselnd schlägt. Die beiden frei beweglichen Becken hält der Musiker an jeweils einem dünnen Stab, an dem ein in der Mitte durchbohrtes Becken mit einer Schnur festgebunden ist. In einem Gamelan wurden drei oder vier dieser Beckenpaare benötigt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das als Becken in mittlerer Größe und Lautstärke zwischen den kleinen Zimbeln und den großen Paarbecken gedachte <i>rincik gedé</i> gehörte zum Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführten <i><a href="Gamelan_Gong_Kebyar" title="Gamelan Gong Kebyar">gamelan gong kebyar</a></i>.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ceng-ceng_kopyak">Ceng-ceng kopyak</h3></div>
<p>Das <i>ceng-ceng kopyak</i> ist ein großes Paarbecken (Gegenschlaggefäß) mit einem Durchmesser von typischerweise 23 Zentimetern.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durchschnittlich haben die Becken 21 bis 25 Zentimeter Durchmesser.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> An einem Loch in der Mitte ist ein Bündel aus Schnur oder Stoff angebunden, das dem Musiker zum Festhalten dient. Häufig bilden vier (gelegentlich drei bis sechs) Musiker mit <i>ceng-ceng kopyak</i> eine Perkussionsgruppe. Die je nach Größe und Materialstärke unterschiedlich und insgesamt tiefer als die <i>ceng-ceng ricik</i> klingenden Becken werden möglichst kräftig mit der gesamten Fläche gegeneinander geschlagen, anders als europäische Paarbecken, die in seitlichen Bewegungen aneinander vorbeigleitend geführt werden, und anders als indische Zimbeln, die durch leichtes Anschlagen der Ränder erklingen sollen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Spielweise">Spielweise</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Javanisches_kechichèr"><span id="Javanisches_kechich.C3.A8r"></span>Javanisches kechichèr</h3></div>
<p>Der Einsatz des javanischen <i>kechichèr</i> war auf wenige höfische Gamelans beschränkt, etwa auf das archaische <i>gamelan munggang</i> (ehrende Bezeichnung <i>gamelan pusaka</i>, „vererbtes Gamelan“), das nur bei äußerst seltenen Gelegenheiten am Kraton von Yogyakarta und in anderen Palästen gespielt wird. Ein ähnliches Ensemble (<i>gamelan balaganjur</i>) wird auf Bali bei religiösen Prozessionen verwendet.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Etwas häufiger wurden <i>kechichèr</i> im kulturell Bali näher stehenden Osten Javas eingesetzt.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Munggang</i> heißt auch die älteste Komposition (<i>gending</i>) von Java. Zwei weitere zeremonielle javanische <i>gending</i>, bei denen früher <i>kechichèr</i> verwendet wurden, sind <i>Kodok Ngorek</i> („quakender Frosch“) und <i>Carabalen</i> (Name unklar, vielleicht „im balinesischen Stil“ gemeint).<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jaap Kunst beobachtete in den 1920er Jahren im Kraton der ostjavanischen Stadt <a href="Surakarta" title="Surakarta">Surakarta</a> ein <i>kechichèr</i> oder <i>rojèh</i> genanntes Bündel aus sechs an einem Metallstab hängenden Becken.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im heutigen <i>gamelan munggang</i> im Kraton von Surakarta ist an die Stelle mehrerer <i>kechichèr</i> ein großer langrechteckiger Holzrahmen getreten, der mit sechs Beckenpaaren bestückt ist, die von vier Musikern mit Holzhämmern geschlagen werden. Jeweils zwei Becken liegen, von einer zentralen Achse gehalten, lose aufeinander und produzieren scheppernde Töne ohne Nachklang.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_gambuh">Gamelan gambuh</h3></div>
<p>Die kleinen <i>ceng-ceng ricik</i> oder <i>rinchik</i> werden in balinesischen Gamelans (balinesisch <i>gambelan</i>) zur Begleitung von Tanztheatern verwendet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte und vereinzelt bei traditioneller Besetzung gehört noch das Beckenpaar auf hohen Sockeln <i>rinchik</i> zum <i>gamelan gambuh</i>. Drei oder vier Musiker spielen auf je einem Beckenpaar unisono ein rhythmisches Muster zur Begleitung des gleichnamigen höfischen Tanzdramas. <i>Gambuh</i> ist das formal strengste und älteste balinesische Tanzdrama, das Anfang des 16. Jahrhunderts die aus Ostjava geflohene Majapahit-Oberschicht einführte.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Ensemble besteht vorwiegend aus Melodieinstrumenten. Für die Melodielinie sorgen Colin McPhee (1966) zufolge beim <i>gamelan gambuh</i> im Palast von <a href="Tabanan" title="Tabanan">Tabanan</a> vier Bambusflöten <i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i> und eine Streichlaute <i><a href="Rebab" title="Rebab">rebab</a></i>. Die rhythmische Struktur wird von den beiden mittelgroßen hängenden Buckelgongs <i>kempur</i> und <i>kajar</i> vorgegeben und von weiteren Gongs sowie zwei Röhrentrommeln <i><a href="Kendang" title="Kendang">kendang</a></i> ausgefüllt. Als weitere Perkussionsinstrumente kommen <i>rinchik</i>, vier <i><a href="Kemanak" title="Kemanak">gumanak</a></i> (kleine Aufschlagidiophone aus einem aufgerollten Metallstreifen) und zwei <i>kangsi</i> (auf den Boden geschlagene <a href="Gabelbecken" title="Gabelbecken">Gabelbecken</a>) hinzu. Eine Besonderheit beim <i>gamelan gambuh</i> sind die bananenförmigen <i>gumanak</i>, die in einer Handfläche gehalten und mit einem Metallstab in der anderen Hand geschlagen werden.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Unisonospiel der Beckengruppe steht im Gegensatz zum polyrhythmischen Spiel der in den Händen gehaltenen Paarbecken. Letzteres würde die feinen rhythmischen Strukturen der beiden Trommeln stören, denen die leitende Rolle in der Musik und für die Bewegungen der Darsteller zukommt. Lediglich bei schnelleren Tänzen und Actionszenen werden die Becken stärker hörbar zu einem <a href="Tremolo" title="Tremolo">Tremolo</a> mit einer schnellen Schlagfolge von linker und rechter Hand gesteigert. Gelegentlich kommt zu diesen kleinen Perkussionsinstrumenten noch ein <i>gentorak</i> (ein Ständer mit kleinen Glöckchen) hinzu.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_semar_pegulingan">Gamelan semar pegulingan</h3></div>
<p>Das <i>gamelan semar pegulingan</i> (auch <i>semar pagulingan</i>) hat einen weicheren Klang als das alte höfische <i>gamelan gong gede</i>, weil dessen metallisch-hart klingenden Metallophone <i>saron</i> fehlen. Das führende Melodieinstrument ist die Buckelgongreihe <i>trompong.</i> Dessen Kernmelodie (<i>pokok</i>) wird von den Metallophonen <i>jublag</i> und <i>penyachah</i> in der höheren Oktave umspielt.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Streichlaute <i><a href="Rebab" title="Rebab">rebab</a></i> und die Bambusflöte <i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i> verzieren die Melodielinie, die beiden Trommeln <i><a href="Kendang" title="Kendang">kendang</a> wadon</i> („weiblich“, tief tönend) und <i>kendang lanang</i> („männlich“, hoch tönend) spielen ein verzahntes Rhythmusmuster. Das Orchester klingt transparent und für balinesische Gamelans zurückhaltend ruhig, die <i>ceng-ceng ricik</i> und die anderen kleinen Perkussionsinstrumente bilden einen hoch und hell klingenden Hintergrund.
</p><p>Das <i>gamelan semar pegulingan saih pitu</i> im Dorf Kamasan (Regierungsbezirk <a href="Klungkung" title="Klungkung">Klungkung</a>) spielt eine siebenstufige <i><a href="P%C3%A9log" title="Pélog">pélog</a></i>-Skala und verwendet für den perkussiven Hintergrund ein <i>ceng-ceng-rincik</i> mit fünf Becken, ein <i><a href="Kemanak" title="Kemanak">gumanak</a></i> und zwei Glöckchenständer <i>gentorag</i>.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_pelègongan"><span id="Gamelan_pel.C3.A8gongan"></span>Gamelan pelègongan</h3></div>
<p>Das <i>gamelan pelègongan</i> ist vor allem als Begleitung des Unterhaltungstanzes <i><a href="Legong_(Tanz)" title="Legong (Tanz)">legong</a></i> bekannt. Es entspricht im Wesentlichen einem <i>gamelan semar pegulingan</i> bei dem das <i>trompong</i> durch vier große Metallophone <i><a href="Gend%C3%A8r" title="Gendèr">gendèr</a></i> ersetzt ist. Hinzu kommen vier Metallophone <i><a href="Gangsa_(Metallophon)" title="Gangsa (Metallophon)">gangsa jongkok</a></i>. Die einzelnen Gongs <i>kajar</i> und <i>kempur</i> markieren den Takt, <i>rinchik</i> und <i>gentorak</i> bilden die hell klingenden Perkussionsinstrumente im Hintergrund. Allgemein steuern die Trommeln <i>kendang</i> den Rhythmus, den die Metallophone mit ihrem rhythmisch verzahnten Spiel (das auf Bali <i>kotekan</i> oder <i>kekilitan</i> genannt wird) ausgestalten. Die kleinen Perkussionsinstrumente folgen den Trommeln unisono, auch bei einer von den Trommeln eingeführten kurzen Unterbrechung (<i>angsel</i>), die normalerweise auf dem dritten Schlag vor dem Einsatz des Buckelgongs <i>kempur</i>, der die Zählzeiten markiert, stattfindet. Danach setzen alle Instrumente ihre rhythmischen Strukturen fort.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_bebarongan">Gamelan bebarongan</h3></div>
<p>Zwei weitere bekannte Tänze mit mythischen Inhalten neben dem <i>legong </i> sind der <i>barong</i> um die Hauptfigur <a href="Barong_(Mythologie)" title="Barong (Mythologie)">Barong</a>, ein löwenähnlicher guter Schutzgeist, begleitet vom <i>gamelan bebarongan</i>, und der <i>calonarang</i>, der von der Hexe Calon Arang handelt. Der <i>barong</i>-Tanz besitzt Parallelen zum chinesischen Löwentanz und wird mit Kompositionen (<i>gending barong</i>) aufgeführt, die ansonsten zum <i>calonarang</i> gehören.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die böse Calon Arang verkörpert sich in der Dämonin Rangda und diese ist die Widersacherin des Barong. Die Tänze und Kompositionen sind diesen beiden Figuren zugeordnet. Zum <i>gamelan bebarongan</i> gehören mehrere Metallophone: zwei <i>gendèr rambat</i>, sechs bis acht <i>gangsa</i>, vier <i>pemade</i> und vier <i>kantil</i>, die alle metallisch hart klingen. Weitere Metallophone mit fünf Klangplatten sind zwei <i>jegogan</i> und zwei <i>jublag</i>. Ein großer hängender <i>gong gede</i> punktiert das Ende des längsten Melodieabschnitts. Hinzu kommen eine Trommel <i>kendang</i>, ein bis zwei Flöten <i>suling</i>, eine Streichlaute <i>rebab</i>, zwei <i>ceng-ceng kopyak</i> und drei einzelne Gongs.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_angklung">Gamelan angklung</h3></div>
<p>Anders als die bisher erwähnten höfischen Gamelans ist das <i>gamelan angklung</i> ein zeremonielles Orchester der Dorfbevölkerung. Schüttelidiophone aus Bambus (<i><a href="Angklung" title="Angklung">angklung</a></i>) gehören trotz des Namens selten zu dem hauptsächlich mit Metallophonen <i>gendèr</i> mit vier Klangplatten oder <i><a href="Gangsa_(Metallophon)" title="Gangsa (Metallophon)">gangsa gantung</a></i>, einer Gongreihe <i><a href="Reyong" title="Reyong">reyong</a></i> und mehreren einzelnen Gongs besetzten Orchester. Zu den kleinen Perkussionsinstrumenten gehört laut Colin McPhee (1966) allgemein ein leises <i>rincik</i>. In den abgelegenen Dörfern im Regierungsbezirk <a href="Karangasem" title="Karangasem">Karangasem</a>, wo das <i>gamelan angklung</i> als Ersatz des alten großen <i>gamelan gong</i> dient, kommen jedoch mehrere lauter klingende Paarbecken <i>ceng-ceng kopyak</i> zum Einsatz. Alle Instrumente des <i>gamelan angklung</i> sind relativ klein und leicht, sodass sie auch bei Prozessionen zu außerhalb des Dorfes gelegenen Tempeln mitgetragen werden können.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_joged_bumbung">Gamelan joged bumbung</h3></div>
<p>Das aus <a href="Xylophon" title="Xylophon">Xylophonen</a> mit Bambusklangplatten als Melodieinstrumente bestehende dörfliche <i>gamelan joged bumbung</i> (etwa „Tanz mit Bambusröhren“, vgl. <i><a href="Bumbung" title="Bumbung">bumbung</a></i>), früher <i>gamelan pejogedan</i>, begleitet den Unterhaltungstanz <i>joged</i> von einer Tänzerin oder von mehreren Tänzerinnen, die im Verlauf der Aufführung Männer aus dem Publikum zum Mittanzen animieren. Das Gamelan ist eine auf etwa ein Dutzend Musiker reduzierte Variante des <i>gamelan legong</i>. Die Besetzung umfasst sechs Xylophone <i>rindik</i> mit einem Tonumfang von zwei Oktaven, mehrere Bambusflöten <i>suling</i>, einen kleinen Buckelgong <i>klenang</i>, <a href="R%C3%B6hrentrommel" title="Röhrentrommel">Röhrentrommeln</a> <i>kendang</i>, einen kleinen Gong <i>tawa-tawa</i> als Taktgeber, einen <i>gong pulu</i> (zwei Bronzeschlagplatten in einem Holzgestell), einen kleinen hängenden Buckelgong <i>klentong</i> und <i>ceng-ceng ricik</i>. Die Kernmelodie spielen die tief klingenden <i>rindik</i> in parallelen Oktaven, während die übrigen Schlaginstrumente in der höheren Oktave mit verzahnten rhythmischen Mustern die Melodie verzieren.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im zentralbalinesischen Distrikt <a href="Pupuan" title="Pupuan">Pupuan</a> wurde in den 1960er Jahren das neue Ensemble <i>gamelan mandolin</i> mit der Tastenzither <i><a href="Nolin_(Zither)" title="Nolin (Zither)">nolin</a></i> (<i>mandolin</i>) eingeführt, das Kompositionen des <i>gamelan joged bumbung</i> und von dort auch das <i>ceng-ceng ricik</i> übernimmt.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_gendèr_wayang_batèl"><span id="Gamelan_gend.C3.A8r_wayang_bat.C3.A8l"></span>Gamelan gendèr wayang batèl</h3></div>
<p>Zur Begleitung des Schattenspiels <i><a href="Wayang" title="Wayang">wayang</a> kulit</i> wird ein Ensemble <i>gamelan gendèr wayang</i> aus nur vier, in der fünfstufigen Tonart <i><a href="Slendro" title="Slendro">slendro</a></i> gestimmten Metallophonen <i>gendèr</i> ohne Gongs und ohne Trommeln benötigt, um die Eröffnungsmusik und die Kompositionen (<i>gending</i>) zur Begleitung der Handlung zu spielen. Auf unterschiedliche Tonhöhen gestimmt haben die vier <i>gendèr</i> einen Tonumfang von drei Oktaven. Damit werden überwiegend Szenen aus dem indischen Epos <i><a href="Mahabharata" title="Mahabharata">Mahabharata</a></i> aufgeführt. Für die Inszenierung von Geschichten aus dem zweiten großen Epos <i><a href="Ramayana" title="Ramayana">Ramayana</a></i> wird das <i>gamelan gendèr wayang batèl</i> benötigt, das um eine Perkussionsgruppe (<i>batèl</i>) vergrößert ist.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese besteht aus einem mittelgroßen hängenden Gong <i>kempur</i>, einem hängenden Gong mit eingetieftem Buckel <i>kajar</i>, einem waagrecht liegenden Gong <i>kempli</i>, kleinen Becken <i>rincik</i> und Trommeln. Diese Gruppe kommt bei Kampfszenen zwischen <a href="Rama_(Mythologie)" title="Rama (Mythologie)">Ramas</a> Heer der Affen und ihren Widersachern, den Dämonen um <a href="Ravana" title="Ravana">Ravana</a>, zum Einsatz, wo sie zur Musik der Metallophone einen begleitenden rhythmischen Hintergrund beisteuern.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_arja">Gamelan arja</h3></div>

<p>Das <i>gamelan arja</i> begleitet das populäre balinesische Tanzdrama <i>arja</i>. Wegen der für das Orchester charakteristischen, das sanfte Klangbild prägenden Bambusröhrenzither <i><a href="Guntang" title="Guntang">guntang</a></i> wird es auch <i>gamelan geguntangan</i> genannt. Obwohl die zwei verwendeten <i>guntang</i>, deren eine Saite mit einem Stöckchen geschlagen wird, sehr einfache Musikinstrumente sind, gehört das <i>gamelan geguntangan</i> zu den beliebtesten Gamelans auf Bali.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neben den <i>guntang</i> besteht das Orchester im Kern aus einer oder zwei Bambusflöten <i>suling</i>, zwei Trommeln und einem <i>ceng-ceng ricik</i>. Bei den meisten Orchestern kommen ein kleiner liegender Gong <i>klenang</i>,<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ein kleiner waagrechter Buckelgong <i>kempli</i>, der meist eine der beiden <i>guntang</i> ersetzt,<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und ein mittelgroßer Gong <i>kempur</i> hinzu. Der helle leichte Klang des Orchesters lässt die Texte der gesungenen Erzählung gut verstehen.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_genggong">Gamelan genggong</h3></div>
<p>Die <i><a href="Genggong" title="Genggong">genggong</a></i> ist auf Bali eine idioglotte (Zunge und Rahmen aus demselben Material) Rahmenmaultrommel, die aus der verholzten Blattrippe der <a href="Zuckerpalme" title="Zuckerpalme">Zuckerpalme</a> hergestellt wird und für die balinesischen Reisbauern dazu geeignet ist, das Quaken der Frösche in den Feldern nachzuahmen. Mehrere Maultrommeln produzieren zusammen ähnlich verzahnte Rhythmen wie Schlaginstrumente der Gamelans. Ein dörfliches <i>gamelan genggong</i> (oder <i>gegengongan</i>) besteht aus einfachen und kostengünstig, da überwiegend aus Bambus bestehenden Instrumenten. Zu diesen gehören je nach Ensemble unterschiedlich ein oder zwei kleine Flöten <i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i> für die Melodie, eine kleine Trommel <i><a href="Kendang" title="Kendang">kendang</a></i> wie sie auch im <i>gamelan arja</i> verwendet wird, vier bis acht Maultrommeln <i>genggong,</i> eine große und eine kleine Bambusröhrenzither <i><a href="Guntang" title="Guntang">guntang</a></i> als rhythmus- und taktgebenden Ersatz für Gongs, ein kleiner Buckelgong <i>klenang,</i> der <a href="Offbeat" title="Offbeat">offbeat</a> zur kleinen <i>guntang</i> geschlagen wird, sowie ein <i>ceng-ceng ricik</i>, das den Rhythmus anreichern und die Schläge der Trommel hervorheben soll. Anstelle der kleinen Becken wurden zumindest in einem Dorf zwei Kokosnuss-<a href="Rassel" title="Rassel">Gefäßrasseln</a> <i>ricik</i> verwendet.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_balaganjur">Gamelan balaganjur</h3></div>

<p>Das <i>gamelan balaganjur</i>, auch <i>beleganjur</i> oder <i>gamelan bebonangan</i> (abgeleitet von der Buckelgongreihe <i><a href="Bonang" title="Bonang">bonang</a></i>), ist ein laut tönendes Prozessionsorchester aus Buckelgongs, Becken und Trommeln, das früher bei allen staatlichen Zeremonien und für die Marschmusik bei Kriegen eingesetzt wurde.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Heute wird das <i>balaganjur</i> bei religiösen Prozessionen und offiziellen Anlässen gespielt. Da dem Orchester eine magische Bedeutung zugesprochen wird, gehört es zu Verbrennungszeremonien (<i>ngaben</i>), Reinigungszeremonien nach der Beisetzung (<i>memukur</i>), zu großen Tempelfesten (<i>odalan</i>), zu Besessenheitsritualen (<i>mecaru</i>) und zu Zeremonien zur Verehrung der Götter und Ahnen (<i>melis</i>).
</p><p>Um die <i><a href="Reyong" title="Reyong">reyong</a></i> bei Prozessionen mitführen zu können, nehmen die Musiker die Buckelgongs aus ihren Holzkästen und tragen sie einzeln. Eine übliche Besetzung besteht aus zwei Trommeln (<i>kendang lanang</i>, „männlich“ und <i>kendang wadon,</i> „weiblich“), acht <i>ceng-ceng kopyak</i> für acht Spieler, vier einzelne Gongs <i>reyong</i> und mehrere hängende Gongs unterschiedlicher Größen. Die rhythmische Struktur gibt ein mittelgroßer hängender Gong <i>kajar</i> vor. <i>Reyong, kendang</i> und <i>ceng-ceng kopyak</i> werden demgegenüber in vierfachem Tempo geschlagen und füllen die rhythmischen Zwischenräume.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gamelan_gong_kebyar">Gamelan gong kebyar</h3></div>
<p>Das 1915 erstmals aufgeführte <i><a href="Gamelan_Gong_Kebyar" title="Gamelan Gong Kebyar">gamelan gong kebyar</a></i> ist eine Entwicklung aus dem großen höfischen <i>gamelan gong gede</i> und das heute am häufigsten gespielte und am weitesten verbreitete Orchester, dessen Repertoire mit neuen Kompositionen (<i>kreasi baru</i>) ständig erweitert wird. Charakteristisch für das <i>kebyar</i> sind die harten Klänge von neun oder zehn Metallophonen <i><a href="Gangsa_(Metallophon)" title="Gangsa (Metallophon)">gangsa gantung</a></i>, die mit zehn Klangplatten bei einer Fünf-Ton-Skala einen Tonumfang von zwei Oktaven besitzen. Zu diesen melodiebildenden <i>gangsa</i> kommen weitere Metallophone, eine von vier Musikern gespielte Buckelgongreihe <i>reyong</i> und mehrere Paarbecken <i>ceng-ceng-kopyak</i>. Der metallische harte Klang all dieser Instrumente wird durch Trommeln <i>kendang</i> und zwei weitere Melodieinstrumente, die Flöte <i>suling</i> und die Spießlaute <i><a href="Rebab" title="Rebab">rebab</a></i>, gemildert.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Anders als die mit unspezifischer Tonhöhe klirrenden <i>ceng-ceng ricik</i> sorgen die von drei bis sechs (oder bis zu zehn)<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Musikern gespielten Paarbecken für verzahnte rhythmische Muster. Dieses rhythmische Zusammenspiel der Paarbecken wird <i>kekilitan ceng-ceng kopyak</i>, kurz <i>cek</i>, genannt. Eine aus beispielsweise fünf Zählzeiten bestehende Schlagfolge der Becken heißt <i>cek lima</i> (mit <i>lima</i>, „fünf“). In einer Komposition (<i>gending</i>) fügen sich die <i>ceng-ceng kopyak</i> in die gesamte rhythmische Einheit der anderen Instrumente, die sich aus Schlagfolgen <i>polos</i> auf dem <a href="Beat_(Rhythmus)" title="Beat (Rhythmus)">Beat</a> und dazwischen gesetzte Schlagfolgen <i>sangsih</i> zusammensetzt.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die meisten Musiklehrer beginnen bei der Unterrichtung des Gamelan-Instrumentariums mit den Metallophonen und gehen erst später zu den schwieriger zu spielenden Trommeln, Buckelgongs <i>reyong</i> und den <i>ceng-ceng kopyak</i> über.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Jaap_Kunst" title="Jaap Kunst">Jaap Kunst</a>: <i>Music in Java. Its History, its Theory and its Technique</i>. 3. Auflage herausgegeben von Ernst L. Heins. Zwei Bände. Martinus Nijhoff, Den Haag 1973</li>
<li>Andrew C. McGraw: <i>Rincik</i>. In: Laurence Libin (Hrsg.): <i>The Grove Dictionary of Musical Instruments.</i> Band 4, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 314</li>
<li><a href="Colin_McPhee" title="Colin McPhee">Colin McPhee</a>: <i>Music in Bali. A Study in Form and Instrumental Organization in Balinese Orchestral Music.</i> Yale University Press, New Haven/London 1966</li>
<li>Arsenio Nicolas: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://angkordatabase.asia/publications/gongs-bells-and-cymbals-the-archaeological-record-in-maritime-asia-from-the-ninth-to-the-seventeenth-centuries"><i>Gongs, Bells, and Cymbals: The Archaeological Record in Maritime Asia. From the Ninth to the Seventeenth Centuries</i>.</a> In: <i>Yearbook for Traditional Music,</i> Band 41, 2009, S. 62–93</li>
<li>Arsenio Nicolas: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/download/108146394/Nicolas_2023_Gongs_in_Java_Temple_bas_reliefs_Inscriptions_Literary_Texts.pdf"><i>Gongs in Java, 13th to 16th Century: A Survey of Temple Bas-reliefs, Inscriptions and Literary Texts.</i></a> Vortrag beim <i>12th Borobudur Writers and Cultural Festival Universitas Negeri Malang, East Java, Indonesia</i>, 23.–27. November 2023</li>
<li>I Ketut Aditya Putra, Hendra Santosa, I Komang Sudirga: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://journal.unnes.ac.id/nju/harmonia/article/view/25412/11123"><i>The Concept of Balance at Sekati Ririg Gending in Tejakula, Buleleng Regency.</i></a> In: <i>Harmonia: Journal of Arts Research and Education,</i> Band 20, Nr. 2, 2020, S. 183–194</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=CPc6wwU8eWk"><i>Sekar Ginotan – cengceng (embedded).</i></a> Youtube-Video (Hörprobe einer <i>ceng-ceng ricik</i> mit sechs Becken)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=vKLIyw-gZX0"><i>Tutorial kekilitan ceng-ceng.</i></a> Youtube-Video (Übung mit einem und mehreren verzahnt (<i>kekilitan</i>) spielenden Paarbecken <i>ceng-ceng kopyak</i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=RCG0jr0KDNo"><i>Teknik pukulan ceng-ceng balaganjur mantap / bala ciung wanara / sekaa baleganjur giri kusuma sari.</i></a> Youtube-Video (Demo der Spielweise einer <i>ceng-ceng-kopyak</i>-Gruppe bei einem <i>gamelan balaganjur</i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=8fqhZ7l365s"><i>Beleganjur bebarongan sekha gong Silayukti br Samuan Kangin.</i></a> Youtube-Video (<i>Gamelan balaganjur</i> mit <i>ceng-ceng-kopyak</i>-Gruppe am Tempel Silayukti in <a href="Padang_Bai" title="Padang Bai">Padang Bai</a>, Regierungsbezirk <a href="Karangasem" title="Karangasem">Karangasem</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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